SV-DJK Kolbermoor investiert rund 1,2 Millionen Euro in eine zukunftsfähige Anlage – getragen von über 2000 Stunden ehrenamtlicher Eigenleistung.
Der SV-DJK Kolbermoor hat mit einem symbolischen Spatenstich den Neubau der BMX-Bahn an der Aiblinger Straße gestartet. Viele Vertreter der Stadt, des Sports und Unterstützer sind der Einladung gefolgt. Rund 1,2 Millionen Euro werden in die neue Anlage investiert, die den BMX-Sport in der Stadt langfristig sichern und über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung erlangen soll. Mehr als 2000 Stunden ehrenamtlicher Eigenleistung haben Mitglieder der BMX-Abteilung bereits eingebracht.
Bereits vor mehr als 40 Jahren war an gleicher Stelle eine BMX-Bahn entstanden, die im Lauf der Jahrzehnte mehrfach um- und ausgebaut wurde, den heutigen Anforderungen des Sports zuletzt aber nicht mehr genügte. Nach langjähriger Planung wurde die Finanzierung des rund 1,2 Millionen Euro schweren Projekts mit Unterstützung des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), des DJK-Sportverbands und der Stadt Kolbermoor sowie durch Eigenmittel der BMX-Abteilung gesichert.
Zum Spatenstich begrüßte Vorstandsprecherin Sabine Balletshofer-Wimmer zahlreiche Vertreter aus Vereinen, Politik und Sport sowie Ehrenvorsitzenden Gerhard Duschl. Bürgermeister Thomas Rothmayer bezeichnete die neue Anlage als „Meilenstein“, der nur durch gemeinschaftliches Engagement und vorausschauende Entscheidungen gelinge, und würdigte besonders das Engagement der BMX-Abteilungsleiter Alex Keil und Stefan Schrader. BLSV-Kreisvorsitzender Rainer Pastätter unterstrich die Bedeutung des Vereins, einer der größten im Landkreis, und dessen internationalen Bekanntheitsgrad. Konrad Mack, Vizepräsident vom DJK-Dachverband nannte die Anlage eine bedeutende Bereicherung für Kolbermoor und die Region; bundesweit gebe es nur rund 20 vergleichbare BMX-Anlagen, davon 13 in Süddeutschland und 8 in Bayern.
Abteilungsleiter Stefan Schrader erläuterte die technischen Details: Die neue Bahn ist unprofiliert rund 370 Meter lang, durch die dreidimensionale Profilierung ergibt sich eine tatsächlich gefahrene Strecke von knapp 400 Metern mit drei großen 180-Grad-Kurven. Die Kurven werden asphaltiert, die übrige Strecke als profilierte Erd-Kies-Konstruktion gebaut. An der schmalsten Stelle des Geländes, im Bereich der zweiten Kurve, schafft eine Stützmauer die erforderliche Bahnbreite. Im bereits abgeschlossenen ersten Bauabschnitt wurden die alte Bahn zurückgebaut und rund 20.000 Tonnen Erdmaterial bewegt.
MdL Sebastian Friesinger würdigte die ehrenamtliche Leistung als eindrucksvollen Beleg dafür, was durch Vereinsarbeit bewegt werden könne, und verwies auf die Unterstützung des Freistaats für sichere Sportanlagen. Geht alles nach Plan, wird die neue Kolbermoorer BMX-Bahn im Frühjahr 2027 eröffnet.


